
Dass die Regeneration im Sport einen entscheidenden Anteil am Erfolg hat, ist mittlerweile bekannt. Doch wie findet man das richtige Mass?

Bewegung ist die Voraussetzung für ein gesundes, harmonisches Leben. Wer in jungen Jahren seine Muskeln trainiert und seine Knochen durch Bewegung stärkt, beugt vielen Altersgebrechen vor.
Doch obwohl die Leistungsfähigkeit von sportlichen Senioren erstaunlich ist und vor allem das Herz oft besser arbeitet als bei manch Jüngeren, können einzelne Alterungsprozesse nicht gestoppt werden. Die Gewebequalität nimmt ab, die elastischen Fasern und damit die elastischen Fähigkeiten lassen nach, die Gelenksbeweglichkeit wird schlechter, und man wird etwas steifer. Der Bewegungsapparat wird zum limitierenden Faktor.
Deshalb gilt: Je älter man wird, desto mehr sollte man das Hauptaugenmerk auf ein Gesundheitstraining zur Fettverbrennung (Ausdauertraining mit niedriger Intensität) und auf Muskeltraining und Beweglichkeit richten. Ideal sind alle Ausdauersportarten wie Radfahren, Schwimmen, Langlauf und Walking oder Wandern und – wenn es die Gelenke zulassen – moderates Joggen. Auch die Teilnahme an Wettkämpfen ist im Alter durchaus erlaubt und in Ausdauersportarten auch bestens möglich, wenn man es nicht übertreibt. Events geben vielen den zusätzlichen Motivationskick, sich im Alltag regelmässig zu bewegen. Trotz allen Möglichkeiten sollte die Art und Weise der sportlichen Aktivitäten mit zunehmendem Alter möglichst vielseitig zusammengestellt werden. Die wichtigsten Punkte:
Lauftraining – aber wie?
Die Pioniere des ersten Laufbooms in den Achtzigerjahren kommen allmählich ins Pensionsalter. Viele von ihnen laufen noch immer liebend gerne. Als klassische Ausdauersportart bringt das Lauftraining für das Herz-Kreislauf-System in jeder Altersphase viel, doch aufgrund der Belastung auf die Gelenke sollte es mit zunehmendem Alter angepasst werden. Schon nach dem 30. Altersjahr benötigen die Beine länger, bis sie nach einem anstrengenden Training wieder belastbar sind. Am besten beschleunigt man die Erholung, indem man mehr lauffreie Tage einbaut, je älter man wird. Der bekannte amerikanische Fitness-Coach Jeff Galloway empfiehlt folgende Trainings-/Ruhetage:
Läuferinnen und Läufer, die auch im Alter mit Ambitionen laufen sollten beachten, dass sie nicht mehr die gleichen Schnelligkeitseinheiten wie 10 oder 20 Jahre zuvor machen können, denn schnelle Trainingseinheiten erhöhen das Verletzungsrisiko deutlich. Wer ab und zu Gas geben möchte, kann dazu Steigerungsläufe sowie dosierte Fahrtspiele einsetzen. Ebenso gilt: Bei schnellen Läufen nicht bis an die Grenze belasten.
Viele ältere Läufer machen auch gute Erfahrungen, indem sie die Laufstrecken durch mehrere Gehpausen unterbrechen. So kann ein bestimmter Kilometerumfang beibehalten werden, ohne dass die Ausdauer darunter leidet. Und als Nebeneffekt: Man muss sich weniger mit lästigen Wehwehchen herumschlagen. Andere alte Hasen schwören darauf, das Tagespensum in zwei bis drei Teilstücke aufzuteilen. Das funktioniert ebenfalls.

Dass die Regeneration im Sport einen entscheidenden Anteil am Erfolg hat, ist mittlerweile bekannt. Doch wie findet man das richtige Mass?

Die perfekte Vorbereitung optimiert die Leistung - das gilt im Laufsport ganz speziell.