
Wenn man seine Leistungsfähigkeit kennt, sind die individuell erreichbaren Zeiten bei Laufwettkämpfen über unterschiedliche Distanzen recht exakt vorausberechenbar. Sofern man sich an gewisse Grundregeln hält.

Deine persönlichen fünf Intensitätsstufen kannst du durch dein Gefühl bestimmen und anhand der maximalen Herzfrequenz ableiten.
Das sogenannte «Schlechte-Gewissen-Tempo». Lange, ganz langsame Einheiten. Wenn du das Gefühl hast, zu langsam unterwegs zu sein, ist das Tempo gerade richtig. Ganz wichtig für alle Einsteiger als Fundamentaufbau und zu Beginn einer langen Saison. Entspricht sehr lockerem und gemütlichem Jogging.
Festigung der Grundlagen. Mässiges Tempo, immer noch vorzugsweise lange und regelmässige Einheiten. Ganz entscheidende Stufe für alle Sportler über das ganze Jahr. Zur Kontrolle: Sprechen ist während der Belastung noch problemlos möglich. Verbessert den Fettstoffwechsel. Wichtig: Selbst bei Spitzensportlern spielt sich mehr als die Hälfte des gesamten Trainings in den Stufen 1–3 ab.
Vermutlich der Bereich, in dem die meisten Läuferinnen und Läufer gefühlsmässig automatisch trainieren würden. Für Untrainierte und Einsteiger hat ein solches zügiges Tempo einen grossen positiven Effekt (und bei bloss zweimaligem Lauftraining pro Woche kann man ruhig mehrheitlich so laufen). Vielläufer laugt ein alleiniges Training in dieser Stufe langfristig aus. Deshalb ist eine Kombination mit den Stufen 1, 2 und später punktuell auch mit der Stufe 4 zu empfehlen.
Das Training in dieser Stufe ist zwar physisch und mental hart, aber sehr gewinnbringend. Dieser Trainingsbereich sollte nur sehr dosiert eingesetzt werden und bedingt eine lange Erholungszeit. In dieser Stufe liegt normalerweise die aerobe / anaerobe Schwelle bzw. es ist in etwa das Tempo, das man gerade noch knapp durchziehen kann, wenn man 30 Minuten so schnell und regelmässig wie möglich laufen will
Sehr auszehrend und belastend. Bedingt lange Erholungszeit. Sollte nur während speziellen Trainingsphasen oder während eines kurzen Wettkampfs und zeitlich nur sehr kurz angezapft werden (z. B. Endphase eines Wettkampfs). Für den Gesundheitsbereich und für Einsteiger unwichtige Trainingsstufe.
Intensitätsstufen 1–3 = Belastungsstufen für Gesundheitsläufer
Intensitätsstufen 1–4 = Belastungsstufen für engagierte Hobbyläufer
Intensitätsstufen 1–5 = Belastungsstufen für Leistungsläufer

Wenn man seine Leistungsfähigkeit kennt, sind die individuell erreichbaren Zeiten bei Laufwettkämpfen über unterschiedliche Distanzen recht exakt vorausberechenbar. Sofern man sich an gewisse Grundregeln hält.

In regelmässigen Abständen veröffentlichen wir an dieser Stelle ein Interview mit einer spannenden Persönlichkeit. Heute mit Armin Flückiger, Schweizermeister Marathon 2018.