
Da die Hallenbäder während der Pandemie geschlossen waren, orientierte sich die ambitionierte Schwimmerin Alanis Siffert um und entdeckte das Laufen und Radfahren für sich.

Nackenschmerzen auf dem Rad sind den meisten bekannt und kommen oft zu Beginn der Velosaison und bei den ersten längeren Ausfahrten vor. Drei Übungen, wie du deinen Nacken trainierst.
Der Grund von Nackenproblemen auf dem Rad ist meist schnell eruiert: Die Muskulatur im Nacken ist nicht genügend trainiert, um die spezifische, leicht nach vorne oben gerichtete Kopfposition auf dem Rad zu halten. So verspannt sie sich und beginnt zu schmerzen. Spezifisches Krafttraining für den Nacken wird von den meisten Velofahrerinnen und Velofahrern aber viel zu wenig gemacht. Wer Nackenschmerzen verhindern will, sollte ein paar Übungen in seine Trainingsroutine einbauen.
Die Muskeln rund um den Hals sind nicht gleichmässig verteilt. Das Muskelvolumen auf der Rückseite ist grösser als auf der Vorderseite. Die Streckmuskeln im Nacken haben oftmals mehr Spannung und werden dazu noch unbewusst angespannt. Wird der Kopf im Alltag oder Sport dann auch noch nach vorne geschoben, muss die hintere Kette zusätzlich arbeiten, was rasch zu Verspannungen oder Kopfschmerzen führen kann.
Vor allem der obere Kapuzenmuskel, der vom Hinterkopf zu den Schultern führt, hilft den Kopf zu tragen und wird bei einer vorgeschobenen Kopfposition verstärkt gebraucht. Auch eine höhere Schulterposition im Alltag führt dazu, dass noch mehr Spannung in diesen Muskel kommt. Deshalb ist nicht nur die Kopf-, sondern auch die Schulterposition auf dem Rad entscheidend für eine angenehme Spannung im Nacken.
Die Position vom Kopf auf dem Rumpf ist einfacher erklärt als umgesetzt. Der Kopf gehört in die Verlängerung der Wirbelsäule. Auf dem Rad ist dies nicht ganz einfach, da trotz Vorneigung des Oberkörpers der Blick nach vorne gerichtet sein muss. Dadurch entsteht eine leichte Drehung des Kopfes nach vorne oben und die Muskulatur hinten am Nacken verkürzt sich. Je länger der Kopf in dieser Position bleibt, desto mehr Spannung kriegt der Nacken ab. Ist die Muskulatur nicht genügend trainiert, gibt es zwangsweise Schmerzen und Haltungsprobleme. Kurzfristig hilft es, beim Fahren immer mal wieder den Kopf nach vorne unten zu drehen. Durch den Blick zum Boden wird der Nacken in die Länge gezogen. Dies entlastet die hintere Muskelkette schon während der Fahrt. Es kann auch helfen, ab und zu die Schultern zu lockern.
Bei Nackenübungen ist die passende Dosierung zu beachten, denn die Nackenmuskulatur kann schnell an ihre Grenzen kommen. Viele wichtigen Strukturen befinden sich im oberen Bereich des Nackens, daher kann es schnell zu Überlastungen kommen. Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen und Sehstörungen können die Folge sein. Daher lieber mit wenigen Wiederholungen beginnen und dann langsam steigern. Und dann dranbleiben! Die folgenden drei Übungen können gut zweimal pro Woche durchgeführt werden.
Ziel: Verbesserte Ansteuerung der vorderen Halsmuskeln.
So geht’s:
Aufgepasst:
Dosierung: 2 Serien à 6-8 Wiederholungen.
Ziel: Verbessern der Koordination der Kopfbewegung in einer Stützposition
So geht’s:
Aufgepasst:
Dosierung: 2 Serien à 15 Wiederholungen.
Variante: Gleiche Übung aus der Plank-Position heraus, das erhöht den Kraftaufwand in den Schultern.
Ziel: Koordination und Stabilität der Nackenmuskeln erhöhen.
So geht’s:
Aufgepasst:
Dosierung: 2 Serien à 10 Wiederholungen.
Variante: Mit der Stirn gegen den Ball lehnen und Position halten. Oder als Erschwerung abwechselnd kleine Schritte an Ort ausführen.

Da die Hallenbäder während der Pandemie geschlossen waren, orientierte sich die ambitionierte Schwimmerin Alanis Siffert um und entdeckte das Laufen und Radfahren für sich.

Wer nach einem intensiven Lauftraining oder Wettkampf so richtig ausgepowert ist, hat nicht nur müde Beine. Auch das Immunsystem ist dann besonders gefordert. Genau hier setzt der Effekt des sogenannten Open-Window an.