
Radfahren ist wohl eine der am meisten unterschätzten Sportarten. Doch eine ökonomische Tretbewegung ist nicht selbstverständlich, sondern das Resultat jahrelangen Trainings. Die besten Tipps.

Ende der 90er-Jahre erlebte Alex Zülle seine besten Jahre als Radprofi. Der Spezialist für Zeitfahren und Etappenrennen feierte zahlreiche bedeutende Erfolge und trug das Leadertrikot bei den drei grossen Landesrundfahrten.
Was würdest du in deiner Aktivkarriere anders machen, wenn du das Rad der Zeit zurückdrehen könntest?
Ehrlich gesagt nichts. Ich bin zufrieden und glücklich, wie meine Karriere verlaufen ist. Wenn ich heute den Radsport betrachte, würde es mich aber durchaus manchmal reizen, das neue Material zu fahren. Wir hatten zu meiner Zeit schon das Gefühl, das Ende der Fahnenstange sei erreicht. Und wir hatten tatsächlich top Material. Aber die Entwicklung ging stetig weiter und ist schlicht beeindruckend.
Wie hat sich der Radsport in den letzten Jahren verändert? Wie sieht das Fahrerprofil heute aus?
Es ist alles viel professioneller geworden. Die Fahrer sind kompletter, athletischer und auf allen Gebieten optimal betreut. Während wir einzig und allein durch einen Masseur betreut wurden, gibt es jetzt zusätzlich unter anderem Physiotherapeuten, Ernährungsberater und Osteopathen, die die Fahrer stets betreuen und zur Seite stehen.
Wie hat dein Training als Radrennfahrers ausgesehen? Kannst du uns einen Überblick geben, wie viel du auf dem Rad gesessen bist, Gewichte gestemmt und für die Beweglichkeit und Erholung getan hast?
Das hat sich im Lauf der Zeit stark verändert. Zu Beginn meiner Karriere habe ich während den Wintermonaten sehr polysportiv trainiert. Ich machte Lauftraining, Athletik, ging in den Kraftraum und fuhr mit Starrlauf. Mehrere Kollegen standen auch auf den Langlaufskiern. Mit der Zeit gingen die Fahrer immer früher nach Südafrika oder Spanien ins Trainingslager und sammelten bereits Anfang Saison reichlich Kilometer. Der Druck wuchs und man musste quasi nachziehen.
Während der Saison bin ich konsequent nach Pulsvorgaben gefahren. Ich wusste genau, wie viele Minuten ich mit welcher Intensität am Berg fahren musste, wie viele Sprints oder sonstige Übungen zu absolvieren sind. Die gute Planung war ganz entscheidend für meine Erfolge.
Viele Hobbyradfahrer starten an Volksrennen. Welches sind deine wichtigsten Tipps für eine erfolgreiche Vorbereitung einerseits und für ein erfolgreiches Rennen anderseits?

Radfahren ist wohl eine der am meisten unterschätzten Sportarten. Doch eine ökonomische Tretbewegung ist nicht selbstverständlich, sondern das Resultat jahrelangen Trainings. Die besten Tipps.

Wöchentlich veröffentlichen wir an dieser Stelle ein Interview mit einer spannenden Persönlichkeit. Heute mit Laila Orenos, Siegerin Engadin Radmarathon und Alpen Challenge 2017.