
Bald ist es soweit und die Laufsaison geht in eine neue Runde. Wie kannst du bis dahin die Zeit optimal nutzen, um bei den Frühlingsklassikern lauffit zu sein oder sogar schneller zu sein als im Vorjahr?

Neff, 31 Jahre alt und Vater von zwei Töchtern (die dritte ist gerade unterwegs), ging in Australien und Kanada auf die High School, wo er die 1500 m in 3:54 lief. Jetzt lebt er in der Gegend von Houston, wo er in der NCAA beim Cross Country und Track an den Start ging. Er vertrat Kanada bei den Berglauf-Weltmeisterschaften und stellte kürzlich einen Guinness-Weltrekord auf, als er mit seiner Tochter im Kinderwagen beim Katy Halbmarathon nach 1 Stunde 11 Minuten ins Ziel kam. Auch den Marathonrekord beim Toronto-Marathon stellte er mit 2 Stunden 31 Minuten ein. Dieses Jahr im November wird er bei der 50km-Weltmeisterschaft in Doha, Katar, an den Start gehen, für die er sich bei den nationalen Meisterschaften im Mai als bester Ultraläufer Kanadas mit einer Zeit von 3:08 qualifizierte.
Inwieweit ist für eine solche herausragende Leistung ein «spezifisches» Training notwendig? Welche Probleme können während dem Rennen auftreten?
Mein Training für den Marathon mit Kinderwagen hat sich eigentlich nicht wirklich von dem Aufbautraining für einen normalen Marathon unterschieden - ausser natürlich, dass ich so oft wie möglich den Kinderwagen mit meinen Kindern geschoben habe. Anders war, dass ich jetzt auf meinen langen Strecken Gesellschaft hatte. Ich habe mehrere 30 bis 35 km Läufe mit meinen Mädchen absolviert, und sie waren eine tolle Gesellschaft. Für sie war das Training genauso anstrengend wie für mich. Ich weiss, dass Alessandra auch mal gerne 2,5 Stunden im Kinderwagen sitzt, aber wenn das Wetter nicht so gut ist, dann besteht die grösste Herausforderung darin, es für sie gemütlich zu machen.
Du erzielst mit Kinderwagen Zeiten, von denen andere Läufer nur träumen. Was sind deiner Meinung nach die drei wichtigsten Erfolgsfaktoren?
Spass, Beständigkeit und Geduld. Du musst einfach lieben, was du machst, ausserdem das Aufbautraining über einen langen Zeitraum mit wenigen Auszeiten durchziehen, und geduldig sein - sowohl beim Training, als auch speziell in den Regenerationszeiten.
Du bist nicht nur als Läufer, sondern auch als Coach aktiv und arbeitest für den Schweizer Online-Trainingsplan running.COACH. Welche Trainingsprinzipien gelten für Athleten aller Leistungsniveaus?
Regenerationszeiten sind der wichtigste Teil eines jeden Trainingsprogramms. Man muss sein Workout absolvieren, aber auch genügend Erholungsphasen dazwischen einbauen, damit es auch wirklich etwas bringt. Erfreulicherweise findet man bei den running.COACH Programmen nicht nur ein paar tolle Workouts, sondern auch einen Trainigsplan und ein One-to-One Gold-und Silber- Coaching, dank dem wir uns von den anderen abheben. Es ermöglicht ein personalisiertes Training und dadurch gezielte Erholungsphasen. Übrigens: Aktuell läuft gerade eine Aktion, bei der man eine Silber-Mitgliedschaft zum Preis einer Bronze-Mitgliedschaft abschliessen kann.
Viele Läufer haben das Ziel, einmal in ihrem Leben einen Marathon zu laufen. Was sind deine Tipps für sie, damit dieses «Projekt» ein Erfolg wird?
Sei geduldig. Ich sehe viele Athleten, die später im Leben das Lauffieber packt, und das ist fantastisch. Aber allzu oft sehe ich, wie jemand direkt nach einem 5km-Lauf einen Marathon anpackt.... das ist machbar, ja. Aber die Verletzungsgefahr und das Risiko, keinen Spass daran zu haben, ist zu hoch - und man wird es nicht schaffen, beständig zu bleiben. Du siehst: Hier schliesst sich wieder der Kreis mit meinen Erfolgsfaktoren. Bau dir den Marathon über einen langen Zeitraum auf - es kann durchaus Jahre dauern, dein Training zu messen! Es gibt auf dem Weg zum Marathon viele Fun-Strecken. Der Halbmarathon ist in der letzten Zeit eine sehr beliebte Distanz geworden, auf der man viel Spass haben kann.

Bald ist es soweit und die Laufsaison geht in eine neue Runde. Wie kannst du bis dahin die Zeit optimal nutzen, um bei den Frühlingsklassikern lauffit zu sein oder sogar schneller zu sein als im Vorjahr?

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