
Wöchentlich veröffentlichen wir an dieser Stelle ein Interview mit einer spannenden Persönlichkeit. Heute mit Jolanda Neff, Gesamtweltcupsiegerin, Welt- und Europameisterin sowie Siegerin an den Europaspielen.

Ende 2015 hat Christoph Sauser seine Karriere nach 20 erfolgreichen Jahren beendet. Wer nun denkt, dass sich der Sigriswiler seither auf die faule Haut gelegt hätte, irrt. Ganz knapp verpasste er nämlich am diesjährigen Cape Epic den sechsten Sieg!
Du hast deine Karriere vor gut einem Jahr beendet, nun aber nochmals beim bedeutendsten Mountainbike-Rennen ganz vorne mitgemischt. Welches sind in deinen Augen die wichtigsten Punkte, die dich auch jetzt nach deinem Karriereende wieder so weit gebracht haben und zum Erfolg führen?
Bestimmt die grosse Passion und Herausforderung die Cape Epic erneut gewinnen zu wollen. Mein Jahr Pause war hierfür sehr hilfreich, da ich viel Energie und Motivation getankt habe. Motivierend war auch, wieder seriös mit „meiner“ Trainingsgruppe in Stellenbosch mitzufahren.
Weiter war für mich auch wichtig, für meine südafrikanische Stiftung songo.info unsere Kids zu motivieren, Aufmerksamkeit zu erwecken und unsere Sponsoren zufrieden zu stellen.
Du blickst auf eine lange Karriere zurück und hast die ganze Entwicklung miterlebt und mitgeprägt. Wie haben sich die Anforderungen an Fahrer und Material im Laufe der Zeit verändert?
Die Laufräder wurden grösser, die Lenker breiter! Wenn ich Bilder von meinen ersten Cape-Epic Jahren mit heute vergleiche, sind das die optischen Veränderungen, welche herausstechen. Dazu fahre ich heute eine Übersetzung mit nur noch einem Kettenblatt vorne und 12 Ritzeln hinten sowie eine Specialized Brain Federung vorne und hinten, die sich automatisch blockiert und entblockiert.
Deine Spezialität waren die Marathons. Welches sind deine drei wichtigsten Trainingstipps für (Hobby-)Mountainbiker, die dieses Jahr an einem Marathon starten möchten?
Trainiere deine Schwäche, gestalte das Training abwechslungsreich und geh mit dem Wetter und nicht dagegen!
Bei längeren Rennen spielt die Verpflegung eine zunehmend wichtigere Rolle. Kannst du uns erklären, wie du dich während deinen Bike-Marathons jeweils verpflegt hast?
Als Frühstück gibt es jeweils gekochte Haferflocken mit Nutella. 45min vor dem Rennstart Sponser Activator und während dem Rennen Sponser Oat Bars, Sponser Long Energy Gels und Sponser Long Energy Drink Mix (5% Protein). Unmittelbar nach dem Rennen konsumiere ich einen Recovery Drink.