
Der 19-jährige Orientierungsläufer und Trailrunner Loïc Berger hat beim internationalen Halbmarathon in Barcelona den 25 Jahre alten Schweizer U20-Rekord pulverisiert.

Mit zunehmendem Alter werden wir normalerweise Jahr für Jahr etwas langsamer. Nicht so Manfred Jauch. Der 50-jährige Urner hält sein ohnehin hohes Leistungsniveau und würde auch in tieferen Altersklassen um den Sieg mitlaufen, wie sein Sieg an den Schweizer Meisterschaften über 10 km oder sein Schweizer M50-Rekord (31:56) im Rahmen des Bremgarter Reusslaufs eindrücklich beweisen.
Im Moment konzentriere ich mich auf die Masters EM im Berg- und Traillauf Ende Mai am Fusse des Ätna (Sizilien). Das zweite Halbjahr habe ich noch nicht fix geplant, aber Optionen sind die Masters WM im Berg- und Traillauf Ende August im Val Meduno (Italien) und oder die Masters EM 10km oder Halbmarathon Mitte Oktober auf Madeira.
Ich bin seit meiner Kindheit ein begeisterter Läufer und habe viel Freude am Laufen und an der Bewegung allgemein. Da ich sehr gerne in der Natur und in den Bergen bin, bin ich sportlich vielseitig mit Laufen, Skifahren, Langlaufen und Mountainbiken. Laufen gehe ich in der Regel 6x pro Woche mit einem Tag Pause. Zusätzlich fahre ich seit Jahren täglich x Kilometer mit dem Velo zur Arbeit und zurück. Die Lauftrainings finden kombiniert in der Fläche und im Gelände auf Strassen, Feldwegen, Waldwegen und Wanderwegen statt. Auf der Bahn laufe ich nur sehr selten, weil es mir nicht so viel Spass macht und mir die einseitige Belastung nicht gut tut.
In den letzten neun Jahren habe ich meinen jährlichen Kilometerumfang bewusst gesteigert. Im Jahr 2016 waren es ca. 2'500 km pro Jahr und aktuell sind es ca. 4'000 km. Die Gesundheit ist das Allerwichtigste, deshalb liegt der Fokus immer darauf, gesund zu bleiben und Anzeichen von möglichen Verletzungen oder Übertraining frühzeitig zu erkennen. Im Training gehe ich fast nie über die Schwelle. Die Laufeinheiten an der Schwelle finde ich aber sehr effektiv. Wichtig ist zudem, dass ich meinen Körper an das regelmässige tägliche Laufen gewöhne.
Im Gegensatz zu meiner Jugend habe ich keinen Coach. Und einen Trainingsplan habe ich auch nicht aufgeschrieben. Vielmehr weiss ich, wann ich welche Schlüsseltrainings für den nächsten fokussierten Wettkampf laufen will. Mit Andrew Kelly und Stephan Epp (aktueller CH-Meister M50 Marathon) habe ich zwei sehr gute Laufkollegen. Mit ihnen kann ich sehr gut über das Laufen diskutieren, aber auch eine gute Freundschaft pflegen.
Durch meine langjährige Lauferfahrung weiss ich, was mir gut tut und was nicht. Aber ich lerne immer wieder dazu. Wenn ich heute das Gefühl habe, müde zu sein, trainiere ich leichter und umgekehrt.
Ich arbeite seit 27 Jahren bei der Urner Kantonalbank in einem 100%-Pensum und bin verantwortlich für das Treasury und das ALM (Asset and Liability Management). Die Urner Kantonalbank ist ein sehr guter Arbeitgeber mit sehr flexiblen Arbeitszeiten und der Möglichkeit, bis zu 50% zu Hause zu arbeiten.
Ich habe schon als Kind gemerkt, dass ich schnell laufen kann. Das Talent für Ausdauersport und Laufen habe ich sicher von meinen Eltern, denn mein Bruder ist auch ein sehr erfolgreicher Radfahrer und Mountainbiker. Zu meinen Stärken zählen sicher Fokus, Zielstrebigkeit und am Tag X noch einen Gang hochschalten zu können.
Meine Schwächen sind, wenn mich etwas nicht interessiert oder ich keinen Sinn darin sehe, dann ist es schwierig, mich zu überzeugen bzw. dann ist meine Motivation gering. Ein Beispiel ist der Marathon, die langen Long Jogs machen mir keinen Spass, deshalb geniesse ich die kürzeren Distanzen und laufe nicht auch noch den Marathon, obwohl das für viele Läufer das «non plus ultra» ist.
Bis vor etwa einem Jahr war eine gesundheitliche Schwäche meine Achillessehne. Bis ich herausgefunden habe, dass ich eine muskuläre Dysbalance habe, vor allem in der Wadenmuskulatur, der hinteren Oberschenkelmuskulatur und der Gesässmuskulatur.
Erfolg ist relativ. Der Schlüssel zum Erfolg hängt grundsätzlich von der Gesundheit ab. Dann von einer grossen Portion Freude am Laufen. Wenn es um Wettkampferfolge geht, braucht es sicher diszipliniertes, regelmässiges Laufen mit Tempovariationen, aber fast immer maximal an der Schwelle und nicht darüber.
Gegen den altersbedingten Leistungsabfall hilft sicher eine gute, ausgewogene Ernährung mit wenig verarbeiteten Produkten, genügend Eiweiss, Mineralstoffen und Vitaminen. Nach jedem Lauf kurze Dehn- und Kräftigungsübungen, vor allem im Rumpfbereich bzw. in den Problemzonen wie bei mir Waden, hintere Oberschenkel und Gesässmuskulatur. Ausreichend Schlaf, Erholung und eine optimistische Lebenseinstellung sind sicher auch hilfreich.
Ein Trick, der mir bei den letzten grossen Rennen geholfen hat, ist das «Mantra-artige» Wiederholen positiver Gedanken. So bleibt der Fokus im Positiven und im Flow. Es lohnt sich das mal auszuprobieren. Viel Erfolg!

Der 19-jährige Orientierungsläufer und Trailrunner Loïc Berger hat beim internationalen Halbmarathon in Barcelona den 25 Jahre alten Schweizer U20-Rekord pulverisiert.

Ein ungesunder Darm beeinträchtigt nicht nur dein Training, sondern auch deine Regeneration, Immunabwehr und die Motivation. Die gute Nachricht: Du kannst deine Darmgesundheit positiv beeinflussen.