
In unregelmässigen Abständen veröffentlichen wir an dieser Stelle ein Interview mit einer spannenden Persönlichkeit. Heute mit Adrian Lehmann, Schweizer Marathonläufer.

Vor wenigen Tagen hätte Tadesse Abraham in Belp an den Schweizermeisterschaften im Marathon starten sollen. Aufgrund des schlechten Wetters wurden diese verschoben. Dann wurde das neue Aushängeschild des Wings for Life World Run auch noch positiv auf Corona getestet. Gründe genug nachzufragen.
Am Ende deines Trainingslagers hast du dich leider mit Corona angesteckt. Wie geht es dir heute?
Mir geht es sehr gut. Ich hatte zum Glück keine Symptome. Natürlich war ich sehr enttäuscht, dass ich nach meinem sehr guten Trainings-Block seit Weihnachten nicht nach Hause reisen und an den Schweizermeisterschaften starten konnte und stattdessen zuerst in Äthiopien in Quarantäne gehen musste. Aber auf der anderen Seite tun sich auch immer wieder Türen auf, wenn sich eine Türe schliesst. Mein Glück war, dass ich wie gesagt keine Symptome hatte und nach meiner Rückkehr auch die Bestätigung von meinem Vertrauensarzt Dr. Peter Züst erhalten habe, dass alle Werte gut sind. Gleichzeitig habe ich die Chance erhalten, nun am Hamburg Marathon vom 11. April zu starten.
Das grosse Ziel in diesem Jahr sind die Olympischen Spiele in Tokio. Wie sieht die Vorbereitung darauf aus?
Zuerst möchte ich nun meine gute Form am Hamburg Marathon vom 11. April bestätigen. Ich freue mich - endlich wieder ein Marathon. Es fühlt sich wie eine Ewigkeit an, seit meinem letzten Marathon. Und er ist insofern speziell für mich, als dass ich ihn erstmals für On laufen darf. Danach freue ich mich, Teil des Wings for Life World Runs zu sein, wo ich am 9. Mai zusammen mit meinem Team vom The Human Safety Net (THSN Refugee Team) an den Start gehen werde, einem Projekt von Generali Schweiz, welches wir zusammen letztes Jahr lanciert haben, mit dem Ziel, Menschen, welche auf der Flucht waren, bei der Integration durch Sport zu helfen.
Hier gibt's mehr Infos zum Wings for Life World Run
Das grosse Ziel bleibt Olympia - und ich plane einen Trainingsblock im Sommer im Engadin. Der Weg dorthin wird flexibel bleiben, das heisst, ich gehe davon aus, dass ich aufgrund der Corona-Situation meine Pläne weiterhin offen halten muss. Man sagt ja: Wenn dein Plan nicht funktioniert, ändere deinen Plan aber niemals dein Ziel. Das Ziel bleibt: Tokio.
Einen Grossteil deiner Vorbereitungen absolvierst du jeweils in Äthiopien. Welches sind für dich nebst der Höhenlage die wichtigsten Gründe, die für den dortigen Standort sprechen?
Die unglaubliche Dichte an Top-Läufern. Ich kann inmitten von Weltklasse-Athleten trainieren, welche 2:04 oder 2:03 Zeiten an Marathons gelaufen sind. Das fördert und fordert mich. Und gerade im Winter ist das Wetter dort natürlich stabiler.
Auch Hobbyläufer werden derzeit durch die Corona-Krise ihrer läuferischen Ziele beraubt. Welche Motivationstipps hast du für sie bereit?
Gibt es einen Geheimtipp, den du uns preisgeben kannst?
Allgemeine Tipps sind schwierig. Aber vielleicht versuche ich es nach Läufertipp:
Und eine gesunde, ausgewogene Ernährung gehört für beide dazu.

In unregelmässigen Abständen veröffentlichen wir an dieser Stelle ein Interview mit einer spannenden Persönlichkeit. Heute mit Adrian Lehmann, Schweizer Marathonläufer.

Der Dominoeffekt macht dich schnell und lässt dich optimal die Gesetze der Physik nutzen. Nur wer die Vorlage perfekt beherrscht, kann sein ganzes Potential ausschöpfen.