
Während vielen Monaten hast du dich gewissenhaft auf dein Ziel vorbereitet. Du bist bereit, grosse Stricke zu zerreissen und dann dies: Nach wenigen Kilometern stellst du fest, dass die Kräfte schwinden, weil du viel zu schnell gestartet bist.

Eins vorneweg: Wer einmal entdeckt hat, wie befreiend und erfrischend es sein kann, als erste Aktivität gemütlich Schritt für Schritt in den Tag hineinzulaufen, wird dieses Gefühl lieben, und zwar unabhängig davon, ob es trainingstechnisch das Non plus Ultra ist oder einfach ein ganz gewöhnlicher Dauerlauf.
Aber der Reihe nach: Morgens nach dem Aufstehen sind die Glykogenspeicher nicht mehr ganz voll und der Insulinspiegel ist tief. Wenn man in diesem Zustand trainiert, so die Theorie, dann läuft der Stoffwechsel nicht im „Kohlenhydrat-Modus“, sondern der Körper greift vermehrt auf Fett als Brennstoff zurück und trainiert so seinen Fettstoffwechsel. Im Ausdauersport gilt: Je ökonomischer der Fettstoffwechsel funktioniert, desto sorgsamer können die Kohlenhydratreserven genutzt werden. Um bei langen Einheiten und/oder Wettkämpfen also möglichst lange leistungsfähig zu sein, macht es Sinn, seinen Fettstoffwechsel zu trainieren. Das sehen auch Leistungssportler so, die kenianischen Spitzenläufer beispielsweise absolvieren ihren ersten Dauerlauf des Tages immer nüchtern vor dem Morgenessen.
Was bei der Fettverbrennungstheorie aber beachtet werden muss: Der Körper kann nur dann hauptsächlich die Energie aus den Fettreserven gewinnen, wenn genug Sauerstoff zur Verfügung steht. Mit anderen Worten: Nüchternläufe sollten in einem lockeren Tempo durchgeführt werden, so dass man problemlos dabei sprechen kann. Wer zu schnell unterwegs ist, greift vermehrt auf seine Kohlenhydratreserven zurück. Ein weiterer Punkt: Fettstoffwechseltraining hat grundsätzlich nichts mit Abnehmen zu tun. Man verbrennt zwar bei moderatem Tempo prozentual mehr Fett als bei intensiven Trainings, absolut gesehen aber dennoch weniger, weil intensive Trainings auch weitaus mehr Energie benötigen als langsame. Die wichtigsten Punkte zum Nüchternlauf:
Fazit: Nüchternläufe setzen nicht nur neue körperliche Adaptionsvorgänge im Körper in Gang, sondern üben auch bezüglich Erlebnis eine besondere Faszination aus. Die Luft am frühen Morgen ist messbar besser als abends, die Agenda noch blitzblank, der Tatendrang noch vorhanden, die Batterien voll, die Kreativität gross. Du wirst sehen: Die besten Einfälle kommen dir am frühen Morgen, du kannst den bevorstehenden Tag strukturieren und bist damit allen eine – nicht nur sportliche – Nasenlänge voraus.
Wenn du es einmal erlickt hast mit Nüchternläufen, wirst du sie nicht mehr missen wollen. Und das Beste dabei: Nach einem Nüchternlauf gilt die empfohlene Gesundheits-Devise „Frühstücken wie ein Kaiser“ gleich doppelt!

Während vielen Monaten hast du dich gewissenhaft auf dein Ziel vorbereitet. Du bist bereit, grosse Stricke zu zerreissen und dann dies: Nach wenigen Kilometern stellst du fest, dass die Kräfte schwinden, weil du viel zu schnell gestartet bist.

Das Forschungsinteresse bei den Vitaminen gilt heute ganz klar dem Vitamin D. Die Anzahl wissenschaftlicher Studien zum Sonnenvitamin sind in den letzten 15 Jahren von knapp 1000 auf 4000 pro Jahr gestiegen. Was macht gerade das Vitamin D so interessant und muss man im Sport besonders darauf achten?