
Mit unseren 5 Tipps bist du motiviert, auch in den heissen Wochen des Jahres Trainingskilometer zu sammeln und dich für deine Wettkampfziele vorzubereiten.

Hügelläufe sind die wohl intensivste Variante aller schnellen Trainingsformen. Sie sind hoch effizient, aber auch sehr belastend. Die Folge: Der Grat zwischen Hochform und Übertraining ist relativ gering. Folglich gilt es, ein paar entscheidende Punkte zu beachten, wenn man Hügelläufe in sein Training integrieren möchte.
Die klassischen Hügelläufe sind kurz und dauern pro Wiederholung rund eine bis maximal zwei Minuten. Bei intensiven Hügelläufen werden Kraft, Kraftausdauer, Schnelligkeit und vor allem die Laktattoleranz geschult. Kurze Hügelläufe richten sich an Läufer, die kürzere Wettkampfdistanzen anpeilen (Bahn-Mittelstrecken-Läufer), aber auch an Strassen-, Cross- und Bergläufer. Das gilt es zu beachten:
Längere Hügelläufe sind spezifischer auf die Bedürfnisse von Langstrecken- und Marathonläufern, aber auch von Erlebnis- und Bergläufern zugeschnitten. Mit längeren Hügelläufen wird in erster Linie die Kraftausdauer trainiert. Gerade bei Bergläufern entsprechen die Läufe einem wettkampfspezifischen Training im Bereich knapp unterhalb der individuellen anaeroben Schwelle. Lange Hügelläufe sind also etwas weniger intensiv als kurze. Das gilt es zu beachten:
Allgemein gilt bei Hügelläufen: Augenmerk auf Bein- und Armarbeit legen und auf eine gute Technik achten, auch wenn die Säure in Arme und Beine kriecht. Dazu den Oberkörper nicht zu stark nach vorne fallen lassen. Und übrigens: Hügel ist nicht gleich Hügel, eine gewisse Neigung muss schon sein, damit die optimale Wirkung erreicht wird. Die Steigungsprozente sollten als Richtlinie zwischen 17% und 27% liegen, bei zahlreichen Uphill-Strassen zeigt ein Schild die Steigungsprozente an. Bei kurzen Hügelläufen darf es ruhig steil zur Sache gehen, bei längeren kann es auch etwas flacher sein.
Da Hügelläufe hoch belastende Trainingsformen sind, müssen sie sehr gezielt im Aufbau eingesetzt werden. In der Vorbereitungsperiode können gut längere Hügelläufe absolviert werden, in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung bietet sich die kurze Version an. Es gilt die Regel: Je näher der Wettkampf kommt, umso kürzer wird die Distanz und umso länger die Pause gewählt. Wer neben der Aufteilung in Trainingsperioden seine Trainingswochen in ruhige, leichte, mittlere und harte Wochen einteilt, sollte Hügelläufe nur in mittleren und harten Wochen einplanen.
Ebenfalls wichtig: Die Erholung nicht vergessen! Sobald sich während der Läufe auch nur kleine Anzeichen von Verhärtungen in der Wade oder im Gesäss bemerkbar machen, sofort das Training abbrechen. Hügelläufe belasten vor allem die ungeübte Muskulatur sehr und Muskelkater ist nach den ersten Hügelläufen vorprogrammiert. Ein ausgiebiges Einlaufen (15 bis 20 Minuten) macht daher Sinn.
- Nicht zu schnell beginnen. Wer bei den letzten Läufen streckenmässig weniger weit kommt, war zu Beginn zu schnell.
- Untergrund nicht zu holprig wählen (Gefahr von Misstritten).
- Je steiler das Gelände, umso mehr wird die Kraft gefördert.
- Vorsicht vor Muskelkater (gut einlaufen, dosiert an die Belastungen herantasten).
- In den Pausen vorsichtig und dosiert bergab traben.
- Hügelläufe nie bei Verhärtungen in der Muskulatur durchführen.
- Maximal einmal pro Woche durchführen.
- Genügend Erholung nach den Hügelläufen einplanen

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