
Eine zu tiefe Energieverfügbarkeit kann verschiedene Körperfunktionen negativ beeinflussen, wobei Frauen wie auch Männer davon betroffen sein können.

Das Carboloading bezweckt die Maximierung der Kohlenhydratspeicher in der Muskulatur für längere Belastungen. Durch eine erhöhte Zufuhr an Kohlenhydraten vor der Belastung steht dann während der Belastung mehr Energie in Form von Kohlenhydraten zur Verfügung.
Carboloading beinhaltet Anpassungen beim Training und in der Ernährung, um vor (Ausdauer)Wettkämpfen eine maximale Speicherung von Kohlenhydraten in der Muskulatur zu erreichen (Muskelglykogenspeicher). Die Technik wurde in den späten 1960er in Schweden entwickelt und beinhaltete typischerweise eine 3-4 Tage dauernde «Entleerungsphase» des Muskelglykogens und eine ebenfalls 3-4 Tage dauernde «Ladephase». Die weitere Forschung erlaubte es aber, die Methode zu vereinfachen.
Bei Ausdauerwettkämpfen ab einer Dauer von 90 Minuten kann von einem Carboloading eine Verbesserung der Leistung erwartet werden. Typischerweise sind das Sportarten wie Radfahren, Langstreckenläufe, Triathlon, Langlauf oder Langdistanzschwimmen. Bei kürzeren Wettkampfzeiten ist ein Vorteil unwahrscheinlich, weil die normalen Kohlenhydratreserven des Körpers ausreichend sind.
Das klassische Carboloading, auch Schwedendiät genannt, beinhaltete zuerst eine Entleerungsphase der Glykogenspeicher. Diese dauerte 3-4 Tage mit (mindestens) zwei harten Trainings und einer kohlenhydratarmen Ernährung. Damals glaubte man, dass diese Entleerungsphase notwendig sei, um anschliessend den Aufbau der Glykogenspeicher maximal erfolgen zu lassen. Auf die Entleerungsphase folgte eine ebenfalls 3-4 Tage dauernde Ladephase, während der nicht trainiert und eine kohlenhydratreiche Ernährung befolgt wurde.
Weiterführende Forschung hat gezeigt, dass die Entleerungsphase gar nicht nötig ist. Eine deutliche Reduktion des Trainings während 48 bis 72 Stunden bei gleichzeitigem Befolgen einer sehr kohlenhydratreichen Ernährung (10-12 g Kohlenhydrate pro kg Körpermasse pro Tag) ist ausreichend, um die Muskelglykogenspeicher maximal aufzufüllen.
Manche Sportler erreichen das Ziel des Carboloadings nicht vollständig. Folgendes sind die häufigsten Fehler.
Ein richtiges Carboloading ist im Ausdauersport ab 90 Minuten Belastungsdauer (Wettkampf) interessant und wirksam. Es muss jedoch gut strukturiert und geplant werden, so dass die benötigte Menge Kohlenhydrate aufgenommen sowie verarbeitet werden kann, ohne dass es zu Problemen im Magen-Darm-Trakt kommt. Eine Trainingsreduktion ist unabdingbar, da sonst die Speicher im Training jeweils wieder geleert werden.

Eine zu tiefe Energieverfügbarkeit kann verschiedene Körperfunktionen negativ beeinflussen, wobei Frauen wie auch Männer davon betroffen sein können.

Die Köperzusammensetzung, beziehungsweise das Körpergewicht, können in gewissen Sportarten einen starken Einfluss auf die sportliche Leistungsfähigkeit haben. Dos and Don’ts zum Thema Gewichtsverlust.