
Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Sport nicht alleine in der Anstrengung, sondern ebenso in der Erholung. Nur wer sich genügend erholt, kann Höchstleistungen erbringen.

Du bist in der Lage, die 1,5 Kilometer lange Auftaktstrecke eines olympischen Triathlons im Kraulstil durchzuschwimmen? Und möchtest schneller werden? Dann zeigen unsere Tipps, wie du einen Zacken zulegen kannst.
Eine alte, aber immer nach wie vor gültige Trainingsregel besagt: Wer schneller werden will, muss auch im Training ab und zu schneller unterwegs sein. Was für Läufer und Radfahrer Gültigkeit hat, gilt natürlich ebenso für Schwimmer. Bloss fällt es im Wasser vielen Sportlern ungemein schwerer, sich schneller zu bewegen. Die Erklärung dafür liegt im nassen Element selber begründet. Weil Wasser eine höhere Dichte als Luft aufweist, verstärkt sich der Widerstand mit zunehmender Geschwindigkeit weit stärker als an Land. Je schneller wir schwimmen, desto mehr Kraft müssen wir aufwenden, um voranzukommen. Und gleichzeitig verlangt ein sauberes, effizientes Kraulschwimmen nach ausgeprägten koordinativen Fähigkeiten. Was bedeutet das nun konkret für einen Kraulschwimmer, der für einen Kilometer (noch) über 20 Minuten braucht und gerne etwas schneller wäre?
Statt die Distanz von 1500 m im Dauermodus (so wie das viele Triathleten praktizieren) an einem Stück im gemütlichen, gleichmässigen Tempo (die Trainingslehre spricht hier von Grundlagenausdauer 1 (GA1) zu schwimmen, macht es Sinn, die Strecke in Abschnitte (Intervalle) mit kurzen Pausen zu unterteilen (z.B. 15 x 100 m, 10 x 150 m, 8 x 200 m o. ä.) und auf bewusst gewählten Streckenabschnitten das Grundtempo leicht zu erhöhen. Diese nächste Tempostufe ist wirklich nur leicht erhöht und sollte noch keinesfalls zu Atemnot oder roten Köpfen führen (Grundlagenausdauer 1+). Strenger wird es erst beim Training auf Stufe GA2. Da darf das Herz dann ein wenig kräftiger schlagen, wenngleich beim Anfänger nur über eine geringe Dauer und ohne bis ans Limit zu gehen.
Weil Schwimmen eine sehr technikbetonte Sportart ist, will auch die Feinmotorik auf Tempo getrimmt werden. Wer klassische Übungen wie Scheibenwischer, Reissverschluss-, Hunde- oder Entenkraul (vgl. www.fitforlife.ch/artikel/technische-uebungen-fuer-kraulschwimmer) immer nur langsam übt, kann die komplexen Bewegungsabläufe nicht automatisch auch sauber und schnell ausführen. Daher sind im Training technische Übungen auch im erhöhten Tempo zu üben, wobei allzeit auf eine kontrollierte Ausführung zu achten ist. Im Folgenden zwei Mustertrainings, die als Grundlage dienen sollen, wie man das Schwimmtraining mit dem Fokus «kontrolliert schneller werden» gestalten kann.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Sport nicht alleine in der Anstrengung, sondern ebenso in der Erholung. Nur wer sich genügend erholt, kann Höchstleistungen erbringen.

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